Auswirkungen des Cannabisrauchens auf die orale Gesundheit

 

Zielsetzung: Es soll eine Zusammenfassung der verfügbaren Datenlage zum Zusammenhang zwischen dem Rauchen von Cannabis und Erkrankungen im Mundraum durchgeführt werden und die möglichen Einflüsse des Cannabisrauchens auf die medizinische Versorgung und die Zahngesundheit hervorgehoben werden.

Methode: Im August und September 2018 wurden in 5 elektronischen Datenbanken durch einen Bibliothekar Recherchen zu Literaturquellen zum Thema durchgeführt, die im März 2019 nochmals aktualisiert wurden. Die zusammengestellte Liste von Dokumenten wurde von zwei Forschern unter Berücksichtigung von im Vorfeld festgelegten Kriterien analysiert, selektiert und entsprechend kategorisiert. Die Kriterien waren die folgenden: Der Artikel muss auf primären oder sekundären Daten beruhen, es muss ein Bezug zu Cannabis gegeben sein, mindestens ein relevanter Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und der Gesundheit im Mundbereich muss genannt werden, die Versuchssubjekte mussten Menschen sein und die Studie musste auf Englisch oder Französisch verfasst sein [die beiden kanadischen Amtssprachen].

Vergleich der unterschiedlichen Darreichungsformen für Cannabis und Cannabinoide

Für Cannabis und Cannabinoide haben sich nach aktuellem Stand vier unterschiedliche Darreichungsformen etabliert: Inhalation, orale und sublinguale Aufnahme sowie die lokale Anwendung. Alle Darreichungsformen haben unterschiedliche Vor- und Nachteile, die bei der Medikation zu berücksichtigen und entsprechend den individuellen Gegebenheiten beim jeweiligen Patienten zu gewichten sind.

Inhalation

Die Inhalation ist gewissermaßen der Klassiker unter den Darreichungsformen für Cannabis, denn auch das Rauchen von Cannabis ist eine Art der inhalativen Aufnahme. Aus medizinischen Gesichtspunkten ist das Inhalieren von Verbrennungsprodukten prinzipbedingt nicht zu empfehlen, da bei der Verbrennung zwangsläufig gesundheitsschädliche Substanzen entstehen.
Die inhalative Applikation wird von vielen Patienten bevorzugt, was nicht zuletzt daran liegt, dass der Wirkungseintritt beinahe unverzögert stattfindet. Der Großteil der Wirkstoffe wird bei der Inhalation direkt von der Lunge ins Blut abgegeben, was die Inhalation zu einer besonders wirksamen Aufnahmeform macht, vergleichbar mit einem Asthmaspray.
Laut einer 2007 durchgeführten Studie, die im Journal of Chemistry and Biodiversity veröffentlicht wurde, dauert der Wirkungseintritt nur wenige Minuten, nach etwa einer Stunde ist das Wirkungsmaximum erreicht, nach guten 2 Stunden klingt die Wirkung ab.
Ein Vorteil, der sich unmittelbar aus dem schnellen Wirkungseintritt ergibt, ist die Tatsache, dass es den Patienten sehr leicht fällt, die erforderliche Dosis zu titrieren, sodass unnötige Nebenwirkungen durch zu hohe Dosierungen vermieden werden können.

Cannabis hilft laut Studie bei Drogenabhängigkeit und geistiger Gesundheit

Kurzfassung: Die Verwendung von Cannabis könnte einigen Alkoholikern und Opiatabhängigen dabei helfen, ihre Gewohnheiten abzulegen, legt eine neue Studie nahe. Darüber hinaus fanden die Forscher Hinweise, dass medizinisches Cannabis bei Symptomen wie Depression, PTBS und Angststörungen hilfreich sein kann. Andererseits deuten die Ergebnisse der Studie darauf hin, dass die Verwendung von medizinischem Cannabis bei Erkrankungen wie bipolaren Störungen oder Psychose nicht empfehlenswert erscheint.

Der folgende Text ist eine Zusammenfassung des aktuellen Stands zur Forschung und Einsatz von Cannabis und Cannabinoiden. Er basiert auf der folgenden Quelle:
https://news.cancerresearchuk.org/2021/09/01/cannabis-cannabinoids-and-cancer-the-evidence-so-far/

Cannabis, Cannabinoide und Krebs

In den Online-Medien zum Thema Krebs liefert kaum ein anderes Thema so viel Diskussionsbedarf wie Cannabis.

Es ist festzuhalten, dass es zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine hinreichende Menge an wissenschaftlich belegbaren Beweisen gibt, dass Cannabis in jedweder Form in der Lage ist, Krebs zu heilen. Das gilt sowohl für Hanföl und Cannabisöl als auch für die chemischen Bestandteile der Cannabispflanze (Cannabinoide) – egal ob natürlich vorkommend oder künstlich hergestellt.

Kann Cannabis Krebs heilen?

Es gibt bereits über hundert Studien, die sich mit dem Thema Cannabis und Krebs auseinandersetzen, aber trotz der Vielzahl konnte noch kein hinreichend stichfester, wissenschaftlich belegter Hinweis darauf gefunden, dass Cannabis sicher und wirksam Krebs heilen kann.

Der Grund dafür liegt darin, dass bisher der Schwerpunkt der wissenschaftlichen Forschung auf Krebszellen gelegt wird, die im Labor an Zellkulturen oder in Versuchstieren durchgeführt werden.
Die bisher vielversprechendsten Ergebnisse wurde durch die Gabe von THC und CBD erzielt, aber auch mit dem synthetischen Cannabinoid JWH-133 wurden positive Resultate erreicht.

Aus dem Laborbereich sind ebenso vielversprechende Ergebnisse mit verschiedenen Zellkulturen von Hirn-, Prostata-, Brust-, Lungen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs erzielt worden. Dabei ist wichtig festzuhalten, dass die verschiedenen Cannabinoide auf unterschiedliche Weise von den Cannabinoiden beeinflusst wurden, sodass bei weitem nicht von einer Universallösung gesprochen werden kann. Darüber hinaus wurde herausgefunden, dass Cannabinoide negative Auswirkung auf den Krankheitsverlauf haben können. Unter bestimmten Umständen kann das Wachstum von Krebszellen durch Cannabinoide sogar noch beschleunigt werden, auch spielt scheinbar die Menge der im betroffenen Gewebe vorhandenen Cannabinoide eine Rolle.

Wie im letzten Beitrag angekündigt wird es in diesem und in den folgenden Artikeln um die praktische Anwendung der Multiple Cirterion Decision Analysis, kurz MCDA, gehen, die im vorherigen Artikel umfassend erklärt wurde.

Als konkretes Beispiel soll heute eine Studie vorgestellt werden, deren Zielsetzung es war es, zu ermitteln, welche Medikation die „beste“ Option darstellt für die Behandlung von chronischen neuropathischen Schmerzen darstellt.

Titel der Studie: A Multicriteria Decision Analysis Comparing Pharmacotherapy for Chronic Neuropathic Pain, Including Cannabinoids and Cannabis-Based Medical Products

Autoren der Studie: David J. Nutt, Lawrence D. Phillips, Michael P. Barnes, Brigitta Brander, Helen Valerie Curran et al.

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