Kann Cannabidol (CBD) bei einer Verkehrskontrolle ein positives Drogenscreening auf THC verursachen?


- Ja! -

CBD-haltige Produkte können bei einer Verkehrskontrolle einen Anfangsverdacht entstehen lassen.

Denn in Urinproben konnte in klinischen Versuchen THC-COOH gefunden werden.
Allerdings sind in dem auf diesen Verdacht hin entnommenen Blutserum später dann weder THC (Der psychoaktive für Fahreignung relevanter Stoff mit dem Grenzwert 1 ng/ml), OH-THC (Hydroxy, ein Abbauprodukt von dem eine ungefähre zeitliche Einordnung ableitbar ist) noch THC-COOH (Das Abbauprodukt Carbonsäure, dass Anhaltspunkte zu Menge, bzw. Häufigkeit des Konsums liefert) nachweisbar.
Somit würde sich der Verdacht nicht bestätigen und der Führerschein wäre nicht gefährdet.

Ein wesentlich größeres Risiko als eine Umwandlung in der Magensäure erschien den Untersuchenden jedoch die Überschreitung des THC-Gehaltes in einigen CBD Produkten.
Daher ist es besonders wichtig auf gute, zertifizierte Produkte zu achten.

(Beitrag von Psychologische Praxis Petra Dahl https://www.facebook.com/Psychologische.Praxis.Petra.Dahl)