[NEWS] Cannabis auf Privatrezept – Ärztin vor Gericht

Traurige Neuigkeiten aus Nürnberg: Eine Ärztin muss sich vor dem Landgericht verantworten, weil sie Privatrezepte für Cannabisblüten ausgestellt haben soll, ohne andere Behandlungsmethoden ausgeschöpft zu haben, wie es vorgeschrieben ist.

Zudem wird ihr vorgeworfen, ungeprüft ärztliche Atteste über die Fahrtauglichkeit einiger Patienten ausgestellt zu haben. Dieses Vorgehen widerspricht den ärztlichen Leitlinien und damit dem geltenden Cannabis-als-Medizin-Gesetz. Daher soll sie sich „des gewerbsmäßigen unerlaubten Verschreibens von Betäubungsmitteln in 89 Fällen und dem Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse“ strafbar gemacht haben.

Ob so etwas beabsichtigt geschieht oder nicht – nach wie vor bewegen sich Ärzte, wenn sie sich nicht ganz genau an die geltenden Vorschriften bei der Cannabisverschreibung halten, auf dünnem Eis. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, daher ist es unheimlich wichtig, sich vor der Verschreibung ausführlich über Cannabis als Medizin zu informieren. Die andere Seite der Medaille ist, dass viele Ärzte sich gerade deswegen – und natürlich wegen des immensen zeitlichen Aufwands, der dahinter steht – noch immer und gerade nach solchen Nachrichten nicht trauen, Cannabis zu verschreiben. Durch umfassende Informationskampagnen könnte dem entgegengewirkt werden. Leidtragende dieser mangelnden Informationspolitik sind, wie so oft, die Patienten.

 

Quelle:

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/panorama/cannabis-auf-privatrezept-aerztin-vor-gericht/

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