Basiswissen: MCDA-Studie

In den kommenden Wochen werden wir für Euch einige Studien analysieren, die verschiedene Aspekte von medizinischem Cannabis und ggf. anderen Substanzen zu Inhalt haben. Diese Studien haben gemeinsam, dass sie Entscheidungsgrundlagen für komplexe Fragestellungen liefern können. Zu diesem Zweck wird eine Methodik verwendet, die mit dem Kürzel MCDA bezeichnet wird.
MCDA steht dabei für „multiple cirterion decision analysis“, frei übersetzt also eine „Entscheidungsanalyse anhand vielfältiger Kriterien“. Eine solche Entscheidungsanalyse kann dabei helfen, die optimale Lösung für äußerst komplexe Fragestellungen herauszuarbeiten. Ein typisches Beispiel dafür wäre die Standortwahl für ein Atom-Endlager. Hier gibt es viele, häufig gegensätzliche Interessen zu berücksichtigen, die abhängig davon, wen man fragt, auch noch sehr unterschiedliche gewichtet werden können.

Bleiben wir beim Beispiel eines nuklearen Endlagers:
Nach kurzem Überlegen fallen dazu vermutlich jedem ein paar Punkte ein, die sie/er ganz individuell für wichtig hält. Beispielsweise könnten dies sein:

  • Sicherheit bei der Einlagerung
  • Kosten für den Bau/Betrieb der Anlage
  • Langzeitstabilität der geologischen Formationen
  • Umweltschäden durch den Aufbau der Anlage
  • Nähe zu gewohnten Gebieten
  • Grundhaltung der Bevölkerung in der Region
  • Sicherheit vor ungewollten Fremdzugriffen (z.B. Terroristen)

Das ist schon eine ganze Menge an einzelnen Aspekten und trotzdem weit entfernt davon, sämtliche Interessen zu berücksichtigen. Hinzu kommt dabei noch, dass die bereits genannten Punkte für unterschiedliche Gruppen eine stark abweichende Gewichtung beinhaltet: so dürften den Anliegern Fragen nach Sicherheit oder lokalen Umweltschäden deutlich wichtiger sein, als die Kosten, die für die Betreiber der AKW (oder den Steuerzahler) für die Endlagerung anfallen.

Um all diese Teilaspekte zu einem Kompromiss zusammenzuführen, der für alle Beteiligten unter dem Strich das beste Ergebnis liefert, bedient man sich einer Methode, die von Statistikern erarbeitet wurde, um genau solche Fragestellungen sinnvoll bearbeiten zu können, eben der MCDA-Studie.

Rezeptoren, Endo- und Phytocannabinoide

CB1-Rezeptoren[1]

befinden sich vorwiegend in der Membran[2] von Neuronen (Nervenzellen). Die höchste Dichte weisen sie im menschlichen Gehirn auf und vermitteln die Wirkungen endogener (im Körperinneren entstehender) Cannabinoide wie auch exogener (außerhalb des Organismus entstehender) Cannabinoide. CB1 Rezeptoren sind die am meisten vorhandenen G Protein-gekoppelte Rezeptoren im zentralen Nervensystem (ZNS) und dürften sogar die mengenmäßig größte Gruppe von Bindungsstellen für Stoffe die an einen Rezeptor andocken im ZNS sein. Sie befinden sich im Gehirn, wie zum Beispiel im Kleinhirn[3], im Hirnstamm[4] und in den limbischen Bereichen[5]. Sie lassen sich auch im Rückenmark, in Makrophagen[6], Mastzellen[7] und epidermalen[8] Keratinozyten[9] nachweisen. Über diese Rezeptoren werden die Cannabinoid-Neurotransmitter[10]-Effekte innerhalb des ZNS reguliert.

Bestrahlung von Medizinalhanf

Die Bestrahlung von Hanfblüten wird seit geraumer Zeit kontrovers diskutiert. Dass auch Blüten in Ihrer natürlichsten Form ohne Bestrahlung für jeden Patienten zugänglich sein sollten, steht eigentlich außer Frage. Vorneweg muss allerdings gesagt werden, dass schwer kranke Menschen ein möglichst keimfreies Naturprodukt brauchen.

FAQ: Fahren unter Cannabis-Medikation

Was ist unter dem Begriff „Fahreignung“ zu verstehen?

Der Begriff Fahreignung umfasst sowohl die körperlichen, geistigen als auch charakterlichen Eigenschaften, die ein Fahrzeugführer aufweisen muss, um sicher am Straßenverkehr teilnehmen zu können.

Ob diese Fahreignung vorhanden ist müssen Autofahrer, scheinbar gesund oder offensichtlich krank selbst einschätzen. Ob sie aktuell dazu in der Lage sind, ein Fahrzeug zu führen ist für den Autofahrer oft schwer einschätzbar, Veränderungen erfolgen oft schleichend und werden dann von der Person selbst kaum mehr wahrgenommen. Zudem, wie prüft man sich? Gerade bei einer Dauermedikation gewöhnt man sich ja an einen anderen Zustand, der sich mal mehr mal weniger von dem ohne Medikation unterscheidet. Und dann… stehen eigene Bedürfnisse einem bei der Selbstreflektion oft im Weg und man denkt es geht doch, also ist alles okay.

Wir sind leider nicht so selbstkritisch wie wir sein sollten. Und so ein Fahrzeug, egal ob LKW, Auto, motorbetriebenes Zweirad (auch E-Scooter) oder Fahrrad ist so etwas wie eine Waffe wenn sie unzureichend kontrolliert auf andere ungeschützte Lebewesen trifft. Daher wird die Fahreignung bei Bekanntwerden einer möglichen Einschätzung in Frage gestellt und im Einzelfall geprüft werden. Die Folgen eines Unfalls oder eine Erkrankung können im schlimmsten Fall dazu führen, dass es zum Verlust der Fahreignung kommt. Kommt es infolge des Verlustes der Fahreignung zu einem Verkehrsunfall, kann dies dazu führen, dass der Versicherungsschutz erlischt und die Fahrerlaubnis bedroht ist.

Stehen Cannabis Patienten unter Generalverdacht?

Kann Cannabidol (CBD) bei einer Verkehrskontrolle ein positives Drogenscreening auf THC verursachen?


- Ja! -

CBD-haltige Produkte können bei einer Verkehrskontrolle einen Anfangsverdacht entstehen lassen.

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